Silvie Aigner

Malerische Notizen aus der Realität

Richard Kaplenig arbeitet zumeist in großen Formaten, die er oft als Kombination aus zwei oder drei korrespondierenden Leinwänden präsentiert. Daneben entstehen kleinformatigere Bilder, die sich auf seinen persönlichen Tagesablauf beziehen und zuweilen einen Zeitraum umschreiben, in denen sich der Künstler auf Symposien oder auf Reisen befand. Stets im selben Format und nahezu in derselben Technik.

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Angelica Bäumer

Neues von der Malerei

Die Geschichte der Malerei hat nicht nur eine lange Tradition, sie ist besonders in Österreich seit Jahrhunderten höchst lebendig und es hat trotz aller neuen Medien nie wirklich einen Bruch gegeben, wenn auch seit Jahren immer wieder die Malerei tot gesagt wird und Künstler, die sich mit Leinwand, Pinsel und Farbe ausdrücken, diffamiert und als konservativ bezeichnet werden.

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Gabriele Ressmann

Das Werk Richard Kaplenigs,

Vertreter der jüngeren österreichischen Kunst, beschränkt sich nicht auf bestimmte Themen und Techniken. Ungemein vielfältig sind die Mischungsgrade zwischen Malerei, Fotografie und Bildhauerei, die der Künstler seit den frühen Neunzigerjahren erzielt. Aus der Natur und ihrer hierarchischen Existenz entwendet er Formen, Strukturen und Anordnungen - löst sie auf, erschafft sie neu. Kaplenig malt jedoch nicht vorher klar festgelegte Bilder - er ist vielmehr ein Künstler, der sich mit Lust in den Prozess des Schaffens begibt und die Sinnlichkeit der Improvisation genießt.

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Dr. Karl A. Irsigler

Kaplenig ist im letzten Jahrzehnt zu einer beachtlichen ästhetischen Haltung gelangt, die über dekorative Anliegen hinausgeht. In ihrer archaischen Einfachheit zeugen die Werke von gesteigerter Selbsterfahrung im Umgang mit den jeweiligen Werkstoffen und vor allem auch dem inhaltlichen Kunstwollen. Dem Künstler sind sichtbar die primären Energiequellen wie Erde, Wasser, Luft nah. In unmittelbarem Dialog mit seiner Umgebung schöpft er tagtäglich deren Schönheit, Energie aber auch deren Urgewalt.